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Wasser

ist nicht gleich
Wasser

Arno Steguweit

ist der erste Wassersommelier Europas


2012 wurde er vom Schlemmer Atlas als einer der besten 50 Sommeliers des Jahres ausgezeichnet. Bis zu diesen Auszeichnungen war es ein langer Weg. Gestartet ist der gebürtige Kölner Jahrgang 1978 klassisch: mit einer Hotelfachausbildung in der Traube Tonbach in Baiersbronn direkt nach dem Abitur. Später arbeitete er als stellvertretender Sommelier im Berliner Hotel Adlon und absolvierte eine 500-stündige Zusatzausbildung zum Sommelier. Im Anschluss folgten Positionen als Chefsommelier in renommierten Häusern wie dem Berliner Fischers Fritz und dem Sylter Fünf-Sterne-Hotel Dorint Söl’ring Hof. Erfahren Sie hier mehr über Steguweits Arbeit.

 

Wassersommelier

Herr Steguweit, Sie sagen Wasser ist nicht gleich Wasser. Wie kommt das?

Die Bodenbeschaffenheit an der Quelle sorgt für einen unterschiedlichen Geschmack. Wird das Wasser von Vulkangestein geprägt, schmeckt es mild und weich. Bahnt es sich seinen Weg durch Schotter, sind viele Mineralstoffe enthalten. Viel Calcium macht das Wasser eher trocken, viel Sulfat sorgt für eine bittere Note. Bei einem hohen Natrium- und Chloridgehalt entsteht ein eher salziger Geschmack. Glauben Sie nicht? Testen Sie doch einfach mal verschiedene Sorten.

 


 

Also ist nicht nur alles eine Frage des Marketings?

Nein, es gibt tatsächlich merkliche Geschmacksunterschiede. Obwohl das Marketing natürlich auch eine Rolle spielt. Zuerst einmal lässt sich sagen, dass natürliches Mineralwasser immer von guter Qualität ist. Im Unterschied zu Tafelwasser wurde hier nichts künstlich verändert. Bei Mineralwasser gibt es kein Richtig oder Falsch, sondern nur Präferenzen. Am Ende sind die einzigen beiden Stellschrauben der Geschmack und die Werte. Mag ich es lieber ein wenig süßer oder salziger?


 

Gibt es auch Gründe sich für oder gegen ein Wasser zu entscheiden?

Na klar, bin ich beispielsweise laktoseintolerant, brauche ich mehr Calcium, da ich es nicht durch Milch aufnehme. Dann eignet sich ein Wasser mit höherem Calciumwert. Möchte ich mit dem Wasser Babynahrung zubereiten? Dann wähle ich möglichst ein familienfreundliches Wasser wie RhönSprudel, das nur sehr wenig Natrium enthält. Habe ich Probleme mit dem Magen oder trinke gerade sehr sauren Wein? Dann ist Wasser mit einem hohen Anteil an Hydrogencarbonat empfehlenswert. Hierdurch wird die Säure entschärft.


 

Sie sind der erste Wassersommelier Europas. Wie sieht Ihre Arbeit aus?

Sommelier – das Berufsbild war bislang mit Wein verknüpft. Beim Einkauf oder im Restaurant hilft er dabei, einen Wein zu wählen, der eine harmonische Kombination mit dem Essen eingeht. Nichts anderes macht der Wassersommelier. Er hilft dabei, das richtige Wasser zu einem bestimmten Essen oder bestimmten Wein zu finden. Immerhin kann der Wassersommelier unterschiedliche  Abstufungen – von sauer bis bitter – in Wassersorten schmecken und benennen. Das ist kein Hexenwerk, erfordert aber Übung und Konzentration.


 

Wer nimmt Ihre Dienste in Anspruch?

In erster Linie bin ich mit meinem Fachhandel Wine & Waters selbstständig und verkaufe hochwertige Weine und Mineralwasser an Restaurants aller Sterne-Kategorien. Darüber hinaus betreue ich Hersteller und gebe Seminare. Getränke Hoffmann half ich beim Aufbau des „Wasserberaters“, der digitalen Infotafel in den Filialen. Dort können Kunden Hintergrundinfos wie Inhaltsstoffe, Herkunft und Verträglichkeit über die Getränke im Sortiment abrufen. 

 

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