Durstlöscher mit Kundenkomfort

Volle Flaschen haben ihr Gewicht, volle Getränkekästen erst recht. Selbst Leergut ist nicht eben leicht. Da bekommt man schnell einen langen Arm, wenn der Weg vom Geschäft zur Wohnung zu lang ist.

Dies erkannte Hubert Hoffman schon 1966 als Nachteil, denn er wollte in West-Berlin Getränke verkaufen. Um seinen Kunden den Transport bequemer zu gestalten, kam er ihnen mit seinen Geschäften möglichst weit entgegen. Weit heißt in diesem Fall und aus Kundenperspektive nah – und das war Hoffmanns Geschäftsidee: Der Aufbau eines kundennahen, also engmaschigen Filialnetzes.

Schon vier Jahre nach der Firmengründung war HH Discount Spezial – so der ursprüngliche Name der Kette – 60-mal mit ausgesuchtem Getränkesortiment in Berlin präsent und wurde schnell zu einem Begriff. Gute Auswahl bei kurzen Wegen belohnten die Kunden dadurch, dass sie sein Unternehmen zur Nummer Eins in Berlin machten.

Die ersten kleinen Nachbargeschäfte boten dem Sortiment und seinen Käufern nur auf 70 bis 120 qm Platz. Mit der Eröffnung des ersten Getränkeabholmarktes (1969) hat Getränke Hoffmann vor über 40 Jahren den Grundstein für eine neue Vertriebsform gelegt und schuf ein flächendeckendes Filialnetz.

Die neue, der gestiegenen Mobilität des Publikums angepasste Strategie erwies sich als richtige Weichenstellung für die Zukunft. Das geänderte Konzept bot mit größeren Verkaufsflächen (250 – 300 qm) nicht nur Gelegenheit zur Sortimentserweiterung, sondern förderte durch das Parkplatzangebot auch den Getränkeabsatz.

Der allerdings spektakulärste Einschnitt in der Geschichte von Getränke Hoffmann war natürlich der Fall der Mauer im Herbst 1989. Er hat schlagartig alles verändert und öffnete über Nacht und völlig unerwartet den Zugang zu einem neuen Markt. Wollte man ihn sich erschließen und dabei weiter erfolgreich den Ton angeben, bedeutete dies schnelle Expansion in großem Umfang – eine Riesenaufgabe, die nur mit Hilfe eines kapitalstarken Partners zu bewältigen war.

Der neue Inhaber wurde und ist auch heute noch die Radeberger Gruppe, Frankfurt, die ihrerseits zum Familienunternehmen Dr. August Oetker KG in Bielefeld gehört.

Dass die Aufgabe gelöst wurde, beweist die führende Stellung, die Getränke Hoffmann im Wirtschaftsraum Berlin/ Brandenburg heute einnimmt.

Hier ein paar Zahlen mehr, die den aktuellen Umfang des Unternehmens verdeutlichen:

Getränke Hoffmann betreibt derzeit insgesamt ca. 190 Filialen im Wirtschaftsraum Berlin / Brandenburg.
Das Sortiment umfasst derzeit ca. 1.900 Artikel, davon 300 Bier- und 400 AfG-Artikel im Mehrweg und Einweg.

Darüber hinaus werden eine große Anzahl Spirituosen (ca. 300 Artikel) angeboten. Das Wein- und Sektsortiment kommt dem Fachhandel sehr nahe (300 Weine und 100 Sekt / Champagner). Alle Überseegebiete wie Kalifornien, Chile, Argentinien, Südafrika und Australien sind neben den klassischen europäischen Weinländern vertreten. Abgerundet wird das Sortiment durch Süßwaren, Eis, Zigaretten sowie Grill- und Partyzubehör.

Der Jahresumsatz beträgt aktuell ca. 150 Mio. Euro und es werden zur Zeit Getränke mit einem Volumen von knapp 1,3 Mio. Hektoliter umgesetzt.

Die neue Getränkemarkt-Generation ist zwischen 400 und 1.000 qm groß.

Um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig abzusichern, wurden in den letzten Jahren nicht nur 90 Filialen abgetauscht bzw. neu eröffnet, sondern es wurde und wird auch weiterhin umfangreich in die Ausstattung der Bestandsfilialen investiert.

Dem Verbraucher stehen zukunftsorientierte, moderne und attraktive Getränke-Fachmärkte zur Verfügung und es werden langfristig Arbeitsplätze in der Region Berlin / Brandenburg gesichert.
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